Fibromyalgie und ich
Die Info-Seite für Menschen die mit Fibromyalgie leben oder dies vermuten
Mehr als 5% der Bevölkerung erfüllen laut Studien die Kriterien für die Diagnose einer Fibromyalgie - die somit eine der häufigsten Schmerzerkrankungen ist. Da trotzdem viele Menschen nicht mit der Erkrankung vertraut sind, soll diese Seite kompakt und einfach zugänglich informieren und so die Awareness verbessern.
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Die Diagnose wird klinisch gestellt, d.h. anhand der Patientenhistorie und den Symptomen. Vereinfacht ist an Fibromyalgie zu denken wenn:
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starke Schmerzen
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in 4 von 5 Körperregionen
(rechts/links/oben/unten, zentral) -
für mehr als 3 Monate bestehen

Eine neurobiologische
Erkrankung
Bei der Fibromyalgie ist das Schmerz-verarbeitende neurobiologische System des Körpers verändert und damit zu stark aktiv. Normalerweise kaum schmerzhafte Reize werden so zu starken, beeinträchtigenden Schmerzen.


Messbare Veränderungen in Gehirn und Nervensystem
Wissenschaftliche Studien zeigen Krankheitsmechanismen auf

Immunaktivierung im Gehirn
Immunzellen des Gehirns sind ungewöhnlich aktiv
Verstärkte Schmerzwahrnehmung
Das Gehirn stellt Schmerzen verstärkt dar, "der Lautstärke-Regler" für Schmerzen ist zu hoch eingestellt


Beeinträchtigte Zell-"Kraftwerke"
Die Mitochondrien funktionieren nicht so wie sonst
KLASSISCH EMPFOHLENE MAßNAHMEN
Ausschluss anderer Ursachen
Zunächst müssen andere Erkrankungen z.B. des Immunsystems, der Muskeln oder der Knochen ausgeschlossen werden - mittels genauer körperlicher Untersuchung und Blut-Analysen
Sanfter Sport
Schnelles Spazieren, Walking, Fahrradfahren oder Tanzen mehrmals pro Woche können oft helfen - genau wie Übungen zur Kräftigung oder Stärkung der Koordination
Kognitive Verhaltenstherapie
Es ist oft sehr hilfreich, Verhaltens-Werkzeuge zu erlernen, die einem ermöglichen mit der Beeinträchtigung durch den Schmerz besser umzugehen
Ausgewählte Medikamente
Individuell angepasste Medikamenten-Schemata können Schmerzen effektiv lindern und sogar dazu beitragen, überaktive Schmerz-Schaltkreise wieder zu beruhigen und zu reprogrammieren
Meditative Bewegungsformen
Systematische Übungen die meditativen Charakter haben können auch einen sinnvollen Beitrag zur Besserung darstellen - hierzu zählen beispielsweise Tai-Chi, Qi-Gong, Yoga oder Pilates
Multimodales Konzept
Entscheidend ist, ein ganzheitliches Konzept aus verschiedenen Therapien individuell zu planen - damit die jeweiligen Ansätze optimal ineinander greifen
Unser Behandlungsansatz denkt weiter
"Wir arbeiten mit den PatientInnen kollaborativ. Wir diskutieren partnerschaftlich die wohl zu Grunde liegenden Mechanismen und entwickeln dann gemeinsam einen Behandlungsplan den wir gemeinsam gehen. Dabei schätzen wir Recherche und Inputs durch die PatientInnen und binden dies aktiv ein."
Kollaborativ
"Wir legen großen Wert auf das Besprechen und Erklären der neurobiologischen Vorgänge. Im Sinne einer bewussten Pain Neuroscience Education wollen wir so das Verständnis verbessern, Ängste nehmen und gleich direkt Symptome lindern. Denn Studien zeigen, dass bereits das Erklären eine erste Schmerzbesserung bringen kann."
Pain Neuroscience Education
"Wenn klassische Behandlungsansätze nicht ausreichend wirken, gehen wir mit unseren PatientInnen den Weg weiter. Wir halten uns immer an den aktuellsten Stand der Wissenschaft und sind bereit, auch Medikamente zu versuchen, die in Studien erste frühe Wirksamkeitssignale zeigen aber noch nicht im Mainstream angekommen sind - wenn die gemeinsame Nutzen-Risiko-Bewertung positiv ausfällt."
Wissenschaftlich offen
Den ersten Schritt machen...
Wir sind für Sie da
Lassen Sie sich helfen
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Doz. DDr. Friedrich Erhart
Schmerzspezialist, Neurochirurg, Neurowissenschaftler
& das Team der Praxis am Kärntner Ring in Wien




